Eisangeln


Eisangeln ist im Winter in vielen Ländern im Norden ein sehr beliebter Freizeitsport. Obgleich Deutschland sowieso ein Land von begeisterten Anglern ist, stellt das Eisangeln hier noch etwas Besonderes da. Wer allerdings erst einmal das Eisangeln versucht hat, behauptet hinterher die besten Fänge gemacht zu haben. In Skandinavischen Ländern, Kanada und Russland ist das Eisangeln eine beliebte Tradition im Winter und wird überall zelebriert. In den USA ist das Eisangeln vor allem auf den Großen Seen Gang und Gäbe, wo die meisten Einwanderer aus den skandinavischen Ländern stammen.

Vielleicht hängt es bei uns auch ein wenig an der Witterung, denn das Eis sollte für das Eisangeln mindestens eine Stärke von 15 Zentimeter haben, bevor man es überhaupt betritt. Und je dicker das Eis ist, desto besser ist es. Von Fahrrinnen und offenen Stellen sollte man zumindest einen Abstand von 50 Meter halten, damit man sich nicht unnötig in Gefahr bringt. Zudem sollte jedes Eis gemieden werden, dass entweder schwammig aussieht oder Risse und Blasen aufweist. Hat man eine passende Stelle gefunden, kommt erstmal der Eisbohrer zum Einsatz, um ein anständiges Loch ins Eis zu machen. Dafür reicht ein Loch von circa 20 Zentimetern völlig aus. Meist bildet sich während des Eisangelns kleine Eisbrocken oder so eine Art Schaum aus Eis, der die Sicht trübt. Diesen kann man leicht mit einer simplen Schaumkelle entfernen. Allerdings kann man auch mit einen kleinen Schuss eines Speiseöls verhindern, dass sich Eisloch gleich wieder schließt. Nach dem Angeln müssen solche Löcher durch hochstehende Zweige für andere Leute unbedingt kenntlich gemacht werden.

Die Eisangler benutzen in den Wintermonaten vorzugsweise tierische Köder wie Rotwürmer und Maden oder auch Regenwürmer. Diese kann man entweder im Angelshop kaufen oder sich selbst am besten einen Vorrat davon im Herbst anlegen, den man den Winter über verbrauchen kann. Die Ausrüstung für das Eisangeln ist nicht so speziell wie für andere Gelegenheiten. Man nimmt eine kurze Rute von vielleicht 20 Zentimetern Länge und eine schlichte Rolle für eine feine, dünne Schnur. Sie sollte zwischen 0,08 und 0,12 Millimetern liegen. Für Köder benutzt man hochwertige Köderhaken, sinnvoll sind die Größen von 14 bis 18 dafür. Wer unbedingt einen Kunstköder benutzen möchte, sollte in diesem Fall zu einer Mormyschka greifen, die von den meisten Fischen gern akzeptiert wird. Bei den Raubfischen gehen die meisten Angler auf Zander und Hecht. Allerdings beginnt die Schonzeit für den Hecht bereits im Januar und dann sollte der Hecht auch nicht angegangen werden. Wer bei seinem Loch überhaupt kein Glück hat, sollte sich ein Stück weiter ein anderes Loch ins Eis bohren und dort auf einen besseren Fang hoffen. Es gibt auch etliche Eisangler, die von Anfang an mit mehreren Löchern arbeiten.

Wenn sich das Eisangeln erst einmal herum gesprochen hat, dann artet es schnell zu einem kleinen Volksfest aus. Dafür braucht man aber einen See, der wirklich beständig im Winter mit einer dicken Eisschicht zufriert. Wenn das allerdings gegeben ist, zieht das Eisangeln sehr schnell Kreise und das liegt oft auch an den guten Ergebnissen, die die Eisangler immer wieder erzielen. Zudem ist der geringe Aufwand ja auch sehr verlockend. Das wichtigste am Eisangeln ist vor allem ein guter Bohrer. Natürlich könnte man das Eis auch mit einem schlichten Pickel aufhauen, aber das kann auch sehr anstrengend sein, wenn eine sehr dicke Eisschicht auf dem Gewässer liegt.


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