Fliegenfischen


Das Fliegenfischen ist eine beliebte Art des Angelns, das in Deutschland viele Liebhaber hat. Diese Art zu Fischen zeichnet sich besonders durch den Köder aus , der als Fliege bezeichnet wird. Im Vergleich zu anderen Ködern ist die Fliege leicht und kann deshalb nicht geworfen werden. Um die Angel auswerfen zu können, wird das Gewicht an einer besonderen Schnur als Wurfgewicht verwendet. Hierbei unterscheidet sich die Rute von der, die bei anderen Angelarten gebraucht wird. Das Gewicht hängt an dem Hauptfach, Daran wird das Vorfach angeknüpft, an dem die Fliege hängt.
Auch die Wurftechnik beim Fliegenfischen ist anders. In der Regel wird die Rute mit einer horizontalen Bewegung aufgeladen, so dass sie den Köder in den Zielbereich befördern kann. Zielbereich ist die Stelle, an der man vermutet, dass der Köder im Gesichtsfeld der Beute ist.

Der Köder imitiert verschiedenen Klassen von Insekten, welche die natürliche Beute von Fischen darstellen. Sie sind kunstvoll gefertigt, oft mit Fell oder Vogelfedern verarbeitet und mit einem Haken versehen.

Man unterscheidet zwischen mehreren verschiedenen Arten des Fliegenfischens. Beim Trockenfliegenfischen werden Köder benutzt, die Landinsekten imitieren. Hier wird nach solchen Fischen geangelt, die zur Nahrungsaufnahme aufsteigen und tote Insekten von der Wasseroberfläche fressen.
Beim Nassfliegenfischen hingegen schwimmt der Köder nicht, sondern imitieren unter der Wasseroberfläche treibende, tote Insekten.
Beim Streamerfischen imitieren die Köder kleine Fische oder auch Mäuse . Hier wird auf Raubfische abgezielt, die durch die grellen Farben des Köders zum Anbeißen gereizt werden. Hier wird meist schweres Gerät gebraucht, da die Fische oft größer sind.

Prinzipiell kann Fliegenfischen in den verschiedensten Gewässern und nach unterschiedlichen Fischen ausgeübt werden.
Besonders beliebt und bekannt ist das Fliegenfischen nach Lachs in den Geburtsflüssen dieser Fische in Skandinavien, Großbritannien und Amerika.
Aber auch an der Küste macht das Fliegenfischen Spaß. An der norddeutschen und dänischen Küste kann man viele Fliegenfischer beobachten, die hier mit Erfolg ihrem Hobby nachgehen.
Das Fliegenfischen funktioniert aber auch in anderen Gebieten, wo die geographischen Verhältnisse dafür geschaffen sind. Bei der Auswahl der Beutefische ist lediglich zu beachten, das man auf Fische abzielen muss, die ihre Beute mit den Augen anpeilen. Fische, wie zum Beispiel der Aal, die sich auf ihren Geruchssinn verlassen, sind nicht als Beute geeignet.

Neben der Angelausrüstung ist es ratsam, eine Gummi oder Neoprenhose anzuschaffen, sowie Gummistiefeln oder Neoprenschuhe. Auf diese Weise kann man sich leicht im seichten Wasser bewegen, um sich mit der Angel dem Zielgebiet für den Köder so weit wie möglich anzunähern.


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