Karpfen Angeln


Das Angeln nicht gleich Angeln ist, ist jedem klar, der einmal eine Rute in der Hand hatte. Es gibt Fische zum Angeln und es gibt den Kampf mit dem Karpfen, der für jeden Angler eine Herausforderung darstellt. Immerhin ist der Karpfen einer der größten Fische in unseren Gewässern und er ist schlau. Darum gelingt es in der Regel nur sehr erfahrenen Anglern, einen Zweikampf mit dem Karpfen zu gewinnen. Zu allererst braucht man für den Karpfenfang den richtigen Köder und der Karpfen ist ein wählerischer Gegner, der sich im Sommer kaum mit herkömmlichen Ködern anlocken lässt. Ein Angler mit Appetit auf Karpfen muss zuerst einmal seine Boilies machen, um das Interesse des Karpfen zu wecken. Außerdem werden sie so groß gemacht, dass kleinere Fische ihn gar nicht schlucken können. Ein guter Boilie besteht aus einem Geheimrezept, welches nicht mal für eine Kiste Bier preis gegeben wird. Aber er sollte auf jeden Fall Eiweiß enthalten, Stärke, Fett oder Öl und natürlich ein Vitaminpräparat, um den Karpfen ganz sicher anzulocken.

Als nächstes kommt das Anfüttern über einige Tage, um die Karpfen anzulocken und von den Boilies abhängig zu machen. Also wirft man je nachdem, womit man gute Erfahrungen gemacht hat, Boilies mit Hanffasern, Mais oder Backerbsen ins Wasser. Weiß der Angler endlich sicher, dass der Karpfen an der gewünschten Stelle steht, kann er sich ans Angeln machen. Für einen Karpfen sollte der Angler allerdings keine zu weiche Rute wählen. Sie sollte mindestens ab 50 gr Wurfgewicht aufweisen, besonders stabil und strapazierfähig sein, da Karpfen ja einiges an Gewicht mitbringen. Ist die Angel zu weich, nützt sie nichts, weil sie gleich bricht. Im Angelshop gibt es spezielle Karpfenfreilaufrollen, die auf jeden Fall zu empfehlen sind, um den Fang auch an Land zu bringen. Das Wurfblei sollte mindestens 60 gr wiegen. Die besten Ratschläge kriegt ein Angler aber ganz bestimmt im Angelshop seines Vertrauens.

Wenn der Angler passend ausgerüstet ist und der Karpfen angelockt wurde, wird es endlich Zeit, den Angelhaken mit Boilies ins Wasser zu werfen. Wer keine Freilaufrolle hat, sollte bedenken, dass ein Karpfen beim Anbeißen viel Schnur mit sich nimmt. Kriegt er sie nicht freiwillig, bricht er womöglich die Angel entzwei und verschwindet. Hat der Karpfen endlich den Boilie geschluckt, beginnt der eigentliche Spaß, der Wettkampf mit dem Karpfen. Er darf nicht zu schnell eingeholt werden, sonst wehrt er sich heftig. Ein Angler braucht viel Gefühl, um den Karpfen in den Kescher zu kriegen.


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